Europaschule in NRW bilingualer deutsch-franz. Zweig AbiBac
Nach lang ersehntem Warten ging es für die Teilnehmenden des Französisch-Austausches am 04.06.26 endlich nach Châteauneuf-sur-Sarthe. Die Französisch-Theater-AG, die Schüler/innen des Normalzweigs sowie die 7c, die uns begleitete, trafen sich bereits um 6:30 Uhr, um die lange Busfahrt anzutreten. Am späten Abend kamen wir schließlich an und wurden nach und nach von unseren Gastfamilien abgeholt.
Der Freitag bot uns einen schönen ersten Einblick in das Schulleben und den Ort Châteauneuf-sur-Sarthe. Zunächst bekamen wir eine kleine Schulführung mit anschließendem Unterrichtsbesuch. Danach ging es für alle in die Mittagspause und damit in die Kantine. Bei dem Gericht „Moules-frites“ waren einige von uns erst skeptisch, allerdings wurden auch eine vegetarische sowie eine weitere fleischhaltige Alternative angeboten. Während für die Theatergruppe bereits die erste Probe anstand, absolvierte der Rest in Kleingruppen eine Rallye durch Châteauneuf-sur-Sarthe. Am Abend führte die Theater-AG des collège Jacques Prévert schließlich „Intermezzo“ und unsere Theater-AG aus Bochum Ausschnitte aus „The Greatest Showman“ auf und erfüllte sich damit einen Traum, einmal mit ihrem Stück auf Tournee zu gehen.
Nun stand auch schon das Wochenende vor der Tür. Die Zeit in den Gastfamilien wurde für verschiedenste Ausflüge genutzt, wie z. B. nach Angers, in einen Kletterpark oder sogar ans Meer. Einige verabredeten sich außerdem mit anderen Austauschschüler/-innen und verbrachten so gemeinsam ihre Freizeit. Die 7c hatte währenddessen ihr eigenes Programm in Angers, da sie auf einem Campingplatz in kleinen chalets wohnten.
Am Montag (8. Juni 2026) begann schließlich die eigentliche Schulwoche mit zahlreichen Programmpunkten. Der Tagesausflug nach Angers war sehr interessant. Die erste Führung widmete sich den mittelalterlichen Fachwerkhäuserin in der Altstadt, wo wir „Le Père Tricouillard“, eine berühmte historische Holzskulptur, an der Fassade des Maison d’Adam, bestaunen konnten. Anschließend erhielten wir im Grand Théâtre spannende Einblicke, die teilweise sogar hinter die Kulissen führten. Die letzte Führung fand in der Kathedrale von Angers statt, die durch ihren gotischen Stil ein wenig an den Kölner Dom erinnerte, den wir bereits während des Besuchs der französischen Austauschschüler/-innen besichtigt hatten. Um 17 Uhr stand für die Theatergruppe bereits die nächste Probe an, während die anderen den Abend in ihren Gastfamilien verbrachten.
Am Dienstag (9. Juni 2026) erwartete uns bereits der nächste Tagesausflug nach Noyant-la-Gravoyère/Segré. Dort besichtigten wir die „Mine Bleue“, ein ehemaliges Bergwerk in 126 Metern Tiefe. Im Vergleich zu unserem Bergbaumuseum war dies wirklich beeindruckend. Nach der spannenden Führung fuhren wir zum ehemaligen Industriegelände „Centrale 7“. Dort verbrachten wir unsere Mittagspause und bekamen anschließend eine kleine Aufführung mit optischen Illusionen zu sehen. Den Abend verbrachten wir wieder individuell in unseren Gastfamilien.
Der Mittwoch (10. Juni 2026) war für die französischen Schüler/-innen der Troisième ein besonders wichtiger Tag, da sie eine mündliche Prüfung hatten, die über ihren weiteren Weg auf das Lycée mitentschied. Währenddessen fanden für die Theatergruppe bis 12:30 Uhr Proben statt und die anderen konnten ihre Freizeit z. B. in der Sporthalle verbringen. Da der Unterricht in Frankreich normalerweise bis 17 Uhr geht, ist der Mittwoch eher ein kürzerer Schultag. Die anschließende Freizeit wurde wieder für vielfältige Aktivitäten genutzt, etwa Bowling, Schwimmen im See, Basketball oder Fußball sowie Treffen mit anderen Austauschschüler/-innen.
Auch der letzte Tag (11. Juni 2026) bot noch einmal ein abwechslungsreiches Programm. In den ersten beiden Stunden begleiteten wir erneut den Unterricht unserer corres. Anschließend besuchten wir gemeinsam mit dem ehemaligen Bürgermeister der Stadt das Maison de la Rivière in Châteauneuf-sur-Sarthe. Eine weitere kulinarische Erfahrung in der Schulkantine durfte natürlich ebenfalls nicht fehlen. Während der Mittagspause konnten wir außerdem das Theaterstück der 7c, eine moderne Interpretation von Schneewittchen, anschauen. Wirklich sehr gelungen! Von 14-19 Uhr fand die letzte Theaterprobe vor der Aufführung am Abend statt. Die anderen besuchten währenddessen erneut den Unterricht, auf dem Stundenplan stand sogar Schwimmunterricht. Ab 19 Uhr begann schließlich der gemeinsame Abschlussabend, bei dem wir die Fortsetzung des Theaterstücks sehen konnten, das selbst geschriebene Ende des Märchens „Les souliers usés au bal“ Wie immer eine fantastische Darbietung!
Alles Schöne hat schließlich ein Ende, weshalb es für uns am nächsten Tag bereits frühmorgens nach Hause ging. Gegen 20 Uhr kamen wir wieder an der Schule an und nahmen viele schöne Erinnerungen an eine unvergessliche Woche mit nach Hause!
Emily Feygin, 9b
Ein Bild der Skyline der Zeche Bochum